Missouri: David Hosier hingerichtet – trotz Unschuldsbehauptungen und Indizienprozess
Am Dienstagabend wurde im US-Bundesstaat Missouri der 69-jährige David Hosier mit einer tödlichen Injektion, einer Überdosis Pentobarbital, hingerichtet. Er war zum Tod verurteilt, weil er 2009 ein Ehepaar ermordet haben soll.
Hosier räumte ein, dass er mit der Frau eine Affäre hatte, beteuerte darüber hinaus aber seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft unterstellte einen Racheakt, dem entsprechende Drohungen vorausgegangen seien.
Hosier wurde in Oklahoma verhaftet mit einer bemerkenswerten Menge von Waffen in seinem Wagen; ballistische Untersuchungen waren allerdings uneindeutig, sodass die Tatwaffe nicht wirklich identifiziert werden konnte.
Auch DNA-Spuren verweisen nicht auf Hosier als Täter – die Verurteilung beruhte am Ende auf Indizien.
Hosier äußerte sich unzufrieden über seine Anwälte, die beispielsweise bei seinem Gnadengesuch seine Kindheit in den Mittelpunkt stellten statt seine Unschuldsbehauptungen.
Wenige Wochen vor seiner Hinrichtung wurde David Hosier mit massiven Herzproblemen in ein Krankenhaus verbracht.
Gouverneur Parson lehnte eine Begnadigung mit der Begründung ab, Hosier habe keine Reue gezeigt.
In seinen vorab schriftlichen verfassten letzten Worten erklärte Hosier: „Ich konnte lernen, die bestmögliche Version von mir zu sein. Ich verlasse euch alle in Liebe. Weint nicht um mich. Leistet mir einfach Gesellschaft, wenn eure Zeit gekommen ist.“