South Carolina: Freddie Owens hingerichtet – trotz Entlastung durch seinen Komplizen

Am Freitagabend wurde im US-Bundesstaat South Carolina der 46-jährige Freddie Eugene Owens mit einer tödlichen Injektion, einer Überdosis Pentobarbital, hingerichtet. Es war die erste Exekution in South Carolina seit 13 Jahren.

Owens hatte die Wahl zwischen tödlicher Injektion, Erschießungskommando und elektrischem Stuhl. Aus religiösen Gründen – er war Muslim und nannte sich Khalil Allah – hatte er die Entscheidung seiner Anwältin überlassen.

Owens war zum Tod verurteilt, weil er in der Halloween-Nacht 1997 im Alter von 19 Jahren bei dem Raubüberfall auf einen Lebensmittelladen eine 41-jährige Angestellte, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, erschossen haben soll.

Zwei Tage vor seiner Hinrichtung ließ sein Komplize Steven Golden eine eidesstattliche Erklärung veröffentlichen, in der dieser seine Owens belastende Aussage korrigierte, um sein Gewissen zu erleichtern.

Owens habe nicht geschossen; er sei nicht einmal bei dem Überfall dabei gewesen. Die Polizei habe ihn zu der Aussage gedrängt und ihm einen Deal angeboten, sodass ihm das Todesurteil erspart blieb. Sein Komplize allerdings sei ein anderer gewesen; er fürchtete, von dessen Verbündeten umgebracht zu werden.

Weder das Oberste Gericht South Carolinas noch dessen Gouverneur oder der Supreme Court der Vereinigten Staaten interessierte sich für die neue Beweislage. Die Aussage des Komplizen sei nicht glaubwürdig, urteilte man – zur Verurteilung vor rund einem Vierteljahrhundert war sie allerdings ausreichend.

Quellen:
https://edition.cnn.com/2024/09/20/us/freddie-owens-south-carolina-execution/index.html
https://deathpenaltyinfo.org/dismissing-codefendants-last-minute-admission-that-khalil-allah-was-not-present-at-the-crime-scene-south-carolina-supreme-court-clears-way-for-todays-execution