Arizona: Aaron Gunches hingerichtet – er hatte für die Vollstreckung seines Urteils gekämpft

Am Mittwochvormittag wurde der 53-jährige Aaron Gunches im US-Bundesstaat Arizona mit einer tödlichen Injektion, einer Überdosis Pentobarbital, hingerichtet. Es war die erste Hinrichtung in den USA seit 2017, die in einem US-Staat mit einem demokratischen Gouverneur an der Spitze durchgeführt wurde.

Gunches war zum Tod verurteilt, weil er im November 2002 den Ex-Partner seiner damaligen Freundin getötet hatte. Er hatte bereits vor vielen Jahren die Tat zugegeben, sich über weite Strecken selbst vor Gericht vertreten und um seine Hinrichtung gekämpft und diese gefordert. Er tat dies so konsequent, dass ein Richter über ihn sagte, es handele sich in seinem Fall um „Suizid durch die Justiz“, was Gunches verübe.

Es war die erste Hinrichtung in Arizona seit in 2022 drei Todesurteile per tödlicher Injektion vollstreckt wurden, bei denen es zu Problemen mit dem Legen der intravenösen Zugänge kam, was jeweils fast eine halbe Stunde und diverse Versuche an verschiedenen Körperteilen erforderte. Danach hatte Gouverneurin Katie Hobbs Hinrichtungen in Arizona erstmal gestoppt.

Auch zwischen 2014 und 2022 gab es in dem US-Staat keine Exekutionen, nachdem es im Sommer 2014 zwei Stunden und 15x Nachspritzen gebraucht hatte, um Joseph Wood mit Midazolam und Hydromorphon zu töten – einer Kombination, die Fachärzte für völlig ungeeignet halten.

Nach Aussage der Augenzeugen gab es diesmal bei der Hinrichtung von Aaron Gunches keine Probleme. Wie in den Medien vorab zu lesen war, wurde das Hinrichtungsteam, das aus Gefängnisangestellten besteht, weil Ärzte sich nicht an dem Prozess der Hinrichtung beteiligen dürfen, durch einen „Phlebotomisten“ unterstützt. Das ist quasi ein „Blutabnehmer“, eine medizinische Hilfskraft, die für Blutabnahme trainiert ist.

Quelle: https://www.usatoday.com/story/news/nation/2025/03/19/aaron-gunches-execution-arizona/82470889007/