South Carolina: Stephen Corey Bryant per Erschießungskommando hingerichtet

Am Freitagabend wurde der 44-jährige Stephen Corey Bryant im US-Bundesstaat South Carolina durch ein Erschießungskommando, bestehend aus drei Schützen, hingerichtet.

Er war zum Tod verurteilt, weil er im Oktober 2004 innerhalb von einer Woche in einer ganzen Verbrechensserie von Raubüberfällen drei Menschen ermordet hatte. Ein viertes Opfer überlebte mit schweren Verletzungen. In einem Fall schrieb Bryant mit dem Blut seines Opfers „Catch me if you can“ an eine Wand: „Fangt mich, wenn ihr könnt.“

Seine Anwälte argumentierten, dass er unter dem fetalen Alkoholsyndrom und einer posttraumatischen Belastungsstörung litt, die durch wiederholten sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit durch Familienangehörige und Freunde verursacht worden waren.

In den Wochen vor den Morden hatte Stephen Bryant versucht, Hilfe zu bekommen. Er war 22 Jahre alt und hatte vier der letzten fünf Jahre im Gefängnis verbracht. Bryant hatte kurz zuvor seiner Tante und seiner Großmutter gestanden, dass er mit Flashbacks zu kämpfen hatte, in denen sein Vater ihn schlug und seine Mutter und sein Großvater ihn sexuell missbrauchten.

Zudem erinnerte sich seine Tante daran, dass er in den Wochen vor den Morden unruhig und wütend gewesen sei. Laut ihrer Aussage zitterte sein Körper so stark, dass der Tisch wackelte, an dem er saß.

Da er die 75 Dollar für einen Termin beim Therapeuten nicht bezahlen konnte, verschlechterte sich sein Zustand laut seinen Anwälten rapide, was schließlich in einem mehrtägigen gewalttätigen Amoklauf endete.

Es war die dritte Hinrichtung per Erschießungskommando in South Carolina, wo die Hinzurichtenden zwischen tödlicher Injektion, elektrischem Stuhl und Erschießen wählen.

Die vorherige Erschießung von Mikal Mahdi im vergangenen April warf Fragen auf, weil die Autopsie enthüllte, dass es nur zwei statt drei Einschüsse gab und keine der Kugeln das Herz getroffen hatte.

Quelle: https://www.thestate.com/news/local/crime/article312907306.html