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09.02.2019 | Ägypten: Heftige Kritik an der Regierung für die Hinrichtung 3 politisch Gefangener

Human Rights Watch (HRW) hat Ägyptens Regierung vehement für die Hinrichtung dreier Anhänger der Muslimbrüderschaft am vergangenen Donnerstag kritisiert. Die drei Gefangenen sollen ihre Geständnisse unter brutaler Folter abgelegt haben.

Die drei Muslimbrüder waren aufgrund ihrer Geständnisse an dem Mord eines Richtersohnes im Jahr 2014 zum Tode verurteilt worden. Berichten zufolge sind alle drei Angeklagten durch Folter zu ihren Geständnissen gezwungen worden. Hierzu sollen ihnen sowohl elektrische Schocks als auch Schläge versetzt worden sein. Zudem wurde ihnen während ihrer Gefangenschaft angedroht, dass ihre Familienangehörigen ebenfalls angegriffen würden.

Nachdem ihre Berufungen ausgeschöpft waren, wurden alle drei Gefangenen am vergangenen Donnerstag hingerichtet.

Menschenrechtsexperten kritisieren die ägyptische Regierung seit geraumer Zeit für die unfairen Prozesstandards und aufgrund von Folter erzwungenen Geständnisse. So forderte auch Human Rights Watch (HRW) unverzüglich nach den Hinrichtungen erneut die Regierung auf, ihre derzeitigen Prozess- und Hinrichtungspraktiken unverzüglich einzustellen.

Quelle und weitere Informationen:

"HRW condemns Egypt for execution of political prisoners", Jurist, vom 8. Februar 2019; "Egypt", Human Rights Watch, 2019.