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25.03.2019 | Brunei: Neues Strafgesetz sieht Todesstrafe für Homosexuelle und bei Apostasie vor

In Brunei soll am 3. April das neue Strafgesetzbuch in Kraft treten, welches neben anderen gravierenden Strafen, die Todesstrafe für Apostasie und Sodomie vorsieht.

Dem umstrittenen neuen "Sharia Penal Code" nach, dessen Rechtsgrundlage die Scharia bildet und das Anfang April in Kraft treten soll, sollen Homosexuelle künftig gesteinigt werden. Diebstahl soll durch die Amputation von Gliedern bestraft werden und die Abkehr vom Glauben (Apostasie) mit dem Tod.

Die Nichtregierungsorganisation The Brunei Project zeigte sich mehr als bestürzt über die neuen Strafgesetze in Brunei. Es handele sich um abscheuliche und ungerechtfertigte Strafen, so der Gründer von The Brunei Projects, Matthew Woolfe. Zugleich geht Woolfe davon aus, dass durch genügend internationalen Druck die Regierung Bruneis von der Implementation der neuen Gesetzen abgehalten werden kann. Denn auch das Sultanat Brunei hat die UN-Antifolterkonvention unterschrieben und ist demnach zur Einhaltung der internationalen Menschenrechtsstandards verpflichtet.

Quelle und weitere Informationen:

"Brunei to pass law that will punish gay sex with death by stoning", Gaystar News vom 24. März 2019;