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28.03.2019 | Kalifornien: Opferfamilien äußern sich zur Entscheidung des Gouverneurs über ein Hinrichtungsmoratorium

Die Entscheidung seitens des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom, ein Hinrichtungsmoratorium zu verhängen, löste die unterschiedlichsten Reaktionen aus, positive wie auch negative.

Phyllis Loya, die Mutter des im April 2005 erschossenen Polizisten Larry Lasater, dessen Mörder im Todestrakt Kaliforniens sitzt, konnte kaum glauben, was sie hörte. Sie sagte, es hätte sich angefühlt, als hätte ihr jemand das Herz herausgerissen. Sie sei geschockt gewesen und konnte es kaum glauben.
Lasater, ein UC Davis Absolvent und ehemaliger Marinesoldat, war 35 Jahre alt, als er getötet wurde. Seine Mutter sagte, dass Lasater zweieinhalb Monate vor der Geburt seines Sohnes Cody starb.

Aber nicht alle Familien, die einen geliebten Menschen durch einen Mörder verloren haben, unterstützen die Todesstrafe. Einige von ihnen befürworten sogar die Entscheidung Newsom’s.
Beth Webb verlor ihre Schwester Laura 2011 als ein Mann in einem Salon umherschoss und dabei acht Menschen tötete.
Sie bezeichnete Newsoms Entscheidung als „tapfer und ehrlich“.
"Er traf eine Entscheidung, die auf sachlichen Beweisen basierte, dass es eine sehr reale Möglichkeit gibt, dass es unschuldige Menschen in der Todeszelle gibt", sagte Webb.

Newsoms Entscheidung stoppt mögliche Hinrichtungen während seiner Amtszeit.
Sie beseitigt nicht den Todestrakt und wandelt auch keine Todesurteile um. Ein zukünftiger Gouverneur kann seine Entscheidung rückgängig machen.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.capradio.org/articles/2019/03/25/victims-families-speak-out-on-gov-gavin-newsoms-decision-to-halt-californias-death-penalty/
(25.03.2019, Chris Nichols)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de