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09.06.2019 | Pennsylvania: Republikaner streben Abschaffung der Todesstrafe an

Die beiden republikanischen Parlamentsmitglieder Frank Ryan und Chris Rabb sind die Hauptinitiatoren des Gesetzentwurfs zur Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Obwohl in der Vergangenheit Republikaner eher dafür bekannt waren, die Todesstrafe zu unterstützen, so war Ryan laut eigener Aussage schon immer gegen die Durchführung, aus dem selben Grund wie er auch gegen Abtreibungen sei: Das Leben beginne bei der Empfängnis und ende mit einem natürlichen Tod.

In einem Memorandum, das die Gesetzgebung ankündigte, kritisieren Rabb und Ryan das Todesstrafensystem, das Millionen von Dollar aufgrund von zahlreichen Berufungsmöglichkeiten koste, die sich über Jahrzehnte hinziehen können. Weiterhin wurde kritisierend angemerkt, dass die Todesstrafe keinerlei abschreckenden Effekt habe.

In einigen Fällen seien auch schon unschuldige Menschen hingerichtet wurden. Und Ryan sagte, dass arme Angeklagte ein höheres Risiko für ein Todesurteil tragen, da sie oftmals keine angemessene rechtliche Unterstützung erfahren würden, so Ryan.
Er merkte ausserdem an, dass ihm eine Vielzahl von Hinterbliebenen von Mordopfern ihre Unterstützung zur Abschaffung der Todesstrafe mitteilten.

In Pennsylvania wurde seit 20 Jahren niemand mehr hingerichtet und auch in naher Zukunft werde das nicht mehr geschehen, denn der aktuelle Gouverneur Tom Wolf verhängte vor geraumer Zeit ein Moratorium für Hinrichtungen.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

https://www.wesa.fm/post/proposed-death-penalty-ban-would-promote-healing-republican-lawmaker-says
(07.06.2019, An-Li Herring)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de