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08.02.2019 | Sri Lanka: Präsident möchte weiterhin 43-jähriges Hinrichtungsmoratorium aufheben

Sri Lankas Präsident hält weiterhin an den Plänen der Regierung fest, nach 43 Jahren hinrichtungsfreier Zeit wieder Todesurteile zu vollstrecken. Nun wendet sich die Regierung auch an Menschenrechtsgruppen und fordert diese auf, die Todesstrafe nicht abzulehnen.

Nach einem 43-jährigen Moratorium möchte Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena nun wieder Todesurteile bei Drogendelikten vollstrecken. "Ich hoffe, die erste Hinrichtung innerhalb des nächsten oder übernächsten Monats durchführen zu können", so die öffentliche Aussasge des Präsidenten.

Zudem appellierte er an Menschenrechtsorganisationen, dass sich diese nicht gegen die geplante Wiederaufnahme der Todesstrafe stellen sollen. Menschenrechtsorganisationen sollten durch das Vorbringen von menschenrechtlichen Argumenten nicht die Bestrafung von schweren Straftätern zu kontrollieren versuchen, so der Präsident. 

Die letzte Hinrichtung in Sri Lanka fand im Jahr 1976 statt, danach sprach die Regierung ein Moratorium aus. In der letzten Zeit hat das Land vermehrt mit Drogenkriminalität zu kämpfen, insbesondere mit dem illegalen Handel von großen Mengen an Nakosemitteln. Sirisena hatte im letzten Monat die Philippinen besucht und nach seinem Besuch Rodrigo Dutertes Kampf gegen die Drogen angepriesen.

Derzeit sollen sich in Sri Lanka insgesamt 1.299 Gefangene in Todestrakten befinden. 48 von ihnen sind davon wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt worden.

Quelle und weitere Informationen:

"Sri Lanka to resume executions within two months", The Edition vom 7. Februar 2019; Associated Press vom 7. Februar 2019.