Florida: Michael Tanzi hingerichtet – der US-Bundesstaat vollstreckt zurzeit monatlich Todesurteile

Am Dienstagabend wurde der 48-jährige Michael Tanzi im US-Bundesstaat Florida mit einer tödlichen Injektion hingerichtet.

Er war zum Tod verurteilt, weil er im Jahr 2000 eine 49-jährige Frau während ihrer Mittagspause entführt, vergewaltigt und erdrosselt hatte. Zudem gab Tanzi zu, dass er ein paar Monate zuvor eine 37-jährige Frau in Massachusetts ermordet hatte.

Seine letzten Worte nutzte er, um sein Bedauern auszudrücken und für seine Taten um Entschuldigung zu bitten.

Die Anwälte Tanzis hatten vergeblich argumentiert, dass ihr Mandant sich entwickelt habe und dass er aufgrund seines Übergewichts nicht ohne Risiko hingerichtet werden könne.

Tanzis Anwälte beschreiben darüber hinaus seine Kindheit als eine Zeit voller Verlust, Missbrauch und mangelnder Stabilität. Sie sagen, er sei von einem Freund aus Kindertagen sexuell belästigt und von seinem Vater körperlich und emotional misshandelt worden.

Als bei seinem Vater Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde, wurde er ihm gegenüber immer gewalttätiger. Laut Gerichtsakten wurde Tanzi durch den Missbrauch laut seiner Mutter zunehmend aggressiver, wütender und schwieriger.

Einer von Tanzis Freunden sagte aus, dass Tanzis Vater den Kopf des Jungen einmal gegen die Seite eines Lastwagens geschlagen habe. Laut Gerichtsakten war seine Mutter in der Zwischenzeit „nicht so oft zu Hause“.

Als Tanzi etwa elf Jahre alt war, versuchte seine Mutter, ihn zu einem Treffen für Opfer sexuellen Missbrauchs mitzunehmen, wogegen er sich jedoch vehement wehrte. „Er wollte sich dem nicht stellen“, sagte sie. „Er wollte mit niemandem über das reden, was ihm passiert war.“

Es war das dritte vollstreckte Todesurteil in Florida in diesem Jahr – die nächste Hinrichtung ist bereits für den 1. Mai geplant.

Quelle: https://eu.usatoday.com/story/news/nation/2025/04/08/michael-tanzi-execution-florida-janet-acosta/82997220007/